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Video-Funk-Bericht.

Vor ungefähr zehn Jahren fand ich in einer
Modellbau-Zeitschrift einen Artikel über Video-Funk- Übertragung. Von der
Idee,einen Videofilm aus der Perspektive meines Elektro Heli zu machen,war ich begeistert. Ich informierte mich zunächst
über Video-Überwachungssysteme und Mini-Kameras. Im Conrad-Katalog fand ich dann auch
ein Video- Überwachungssystem,welches Videobilder über Funk
überträgt.
Ich besorgte mir eine CCD-Kamera,einen Sender,einen Empfänger
und einen kleinen Flachmonitor. Dann wurde im Wohnzimmer gebastelt,verkabelt und montiert.
Die Dokumentation zu den einzelnen Komponenten war mehr als dürftig. Dennoch bekam ich
nach einigen Versuchen mein erstes Bild auf den Monitor. Ich war Begeistert !
Um die Bilder auch auf einem Fernseher betrachten zu können,
benötigte ich einen UHV-Konverter,der das Videosignal des in das TV-Signal umwandelt.
Jetzt hatte ich Video-Bilder über eine kleine Funkstrecke.
Mein nächster Schritt war dann die Aufzeichnung
der empfangenen Bilder mit einem Videorecorder. Hier gibt es zwei Möglichkeiten zum
aufnehmen. Wenn der Videorecorder einen Video-In-Anschluß ( Chinch ) hat,kann man das
Signal des Empfängers direkt verarbeiten und aufnehmen. Die andere Variante wäre
folgende,Daß das Videosignal des Video-Funk-Empfängers über den UHF-Konverter geführt
wird und über den Antennenanschluß am Videogerät aufgezeichnet wird.Die bessere
Bildqualität erzielt man beim Videosignal.
Meine Gedankenforschung war somit erst einmal beendet. Nun ging
es daran,meinen Elektro-Helikopter so umzurüsten,damit ich auch Luftaunahmen machen
konnte.
Ich befestigte die Kamera zwischen den Kufen,klebte den Sender am
Heli fest und machte mir Gedanken über die Spannungsversorgung. Am Hubschrauber hatte ich
36 VDC (30 Akkuzellen), Die den Elektromotor ausreichend versorgte. Meinen Empfänger und
den Servo betrieb ich über einen Festspannungsregler (4,8 Volt am Ausgang) von diesem
Akkupack. Ich besorgte mir einen weiteren Festspannungsregler mit 12 V für meine Kamera.
Nun stand eigentlich nichts mehr im Weg, dachte ich.
Bei meinem ersten Testflug mit dem Elekto- Heli,der Videokamera
und meinem Zubehör hatte ich dann doch einige Probleme. Auf dem Flachmonitor sieht man
bei ungünstigen Lichteinfall fast nichts (im Wohn- zimmer hatte ich diese Schwierigkeiten
nicht.) Während dem Flug gab es fast nur Störungen bei der Übertragung des
Videosignals,welche sich durch schwarze Streifen auf der Videoaufnahme bemerkbar machten.
Zum einen kam dies durch die Plazierung der Kamera. Das Modul
muß schwingungsarm am Modell befestigt werden. Der Sender muß so angebracht werden,daß
die Antenne möglichst immer die
Funkstrecke zum Empfänger beibehält. Da aber die Antenne am
Sender eine horizontale Polarisation hat, ist dies bei Schräglage des Modells nicht immer
gewährleistet. Hier kommt es oft zu totalem Bildausfall.
Um auf der grünen Wiese mit der Ausrüstung arbeiten zu können,
muß man sich Gedanken darüber machen,wie alles mit Spannung versorgt wird. Ich benutzte
eine Autobatterie,die ich Zuhause voll geladen hatte. Der tragbare Videorecorder war zum
Glück für 12 VDC ausgerüstet. Dann war da noch der
Video- Empfänger,der Flachmonitor
und auch noch das Ladegerät für meine Flugakku. Somit hatte ich ordentlich Abnahme an
meiner Batterie. Mein erster Testflug mußte ich dann aufgrund Energiemangel nach ca. 2
Stunden beenden.
In den nächsten Jahren versuchte ich die verschiedenste
Kameraaufhängungen,Plazierungen des Senders,unterschiedliches Gelände usw.,um eine gute
Aufnahmequalität zu erreichen.
Ich kann inzwischen den ganzen Tag im Freien mit meiner
Ausrüstung testen,da ich mein Batterieproblem auch gelöst habe. Mit einem Solarpaneel
und einem Laderegler ist bei Tageslicht meine Spannungsversorgung gewährleistet. Das
Paneel bringt mir so viel Energie,daß meine Autobatterie den ganzen Tag über ihre 12-13
Volt hält.
Nachdem ich meine Erfahrungen mit den Heli gemacht hatte und auch
mit meine sehr schönen Aufnahmen zufrieden war,versuchte ich meine Ausrüstung an
Modellbooten zu testen.
Weil man auf einem Modellboot nicht diese Erschütrungen hat,wie
von den Rotorblättern eines Hubschraubers,waren meine ersten Aufnahmen auf dem Wasser
gestochen scharf. Ich filmte später bei Modellbauvereine ganze Hafentage,auch
Naturaufnahmen mit Wasservögel usw...
Ich habe in der Zwischenzeit meinen Feuerwehr-Löschkreuzer
umgebaut . Am Kiel habe ich zwei runde Löcher ausgeschnitten und mit Glasscheiben
ersetzt, zwei Farbkameras und einen 12V Halogenscheinwerfer plaziert und so konnte ich
meine ersten Unterwasseraufnahmen von meinem Unterseeboot machen.
Als Krönung habe ich noch eine Farbkamera auf dem Bug des
Löschkreuzers angebracht um auch andere Schiffmodelle und auch mein auftauchendes
Unterseeboot zu filmen. Zum Glück habe ich im Allgäu eine ganz klaren Bergsee
gefunden,der für dieses Hobby die besten Vorausetzungen bietet.
Dies ist jetzt nur eine kleine Auflistung meiner Erfahrungen. Um
alles im Einzelnen hier aufzuführen,könnte ich faßt schon ein Tagebuch füllen.
Heute wird die Video-Funk-Übertragung bei
Truckermodellen,Eisenbahnanlagen,Segelflugzeuge und sonstige Hobbys verwendet.
IA
.Gutsche
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